Die Geschichte

Früher obdachlos – heute im Internet!

Familie Flohpopo 2001

Seit 17 Jahren existiert nun dieses Tierschutz-Projekt. Da es ursprünglich 27, dann lange Zeit 23 Katzen waren und das kaum jemand glauben wollte, entstanden diese Seiten – ursprünglich um Fotos von den vielen Katzen zu zeigen, doch inzwischen haben natürlich auch alle Katzen eine eigene kleine Geschichte und die sind hier mit vielen Bildern festgehalten.


Unsere Geschichte

Wir sind eine muntere Truppe von inzwischen noch 2 Katzen, die in einem Vorort von Köln in herrlicher Waldrandlage wohnen.

Wir erzählen dann mal einfach unsere Geschichte:
Gefüttert wurden wir von einem älteren Mann, der sehr tierlieb zu sein glaubte und auch sehr viel Geld unseretwegen ausgegeben hat. Aber wenn sich die Nachbarn beschwert hatten, sagte er, er habe keine Zeit uns einzufangen und kastrieren zu lassen. Einen Tierarzt haben wir nie gesehen und dementsprechend wußten wir nix von Impfung, Entwurmung oder Flohbekämpfung (und leider sah man uns das auch an). Gelebt haben wir draußen, geschlafen irgendwo in der Umgebung, im Heu oder in Schuppen oder in der Behausung des Mannes, der kaum da war.

So kam es dann schließlich, dass wir mitunter über 30 Katzen waren – keiner hatte da mehr den genauen Durchblick. Viele sind leider überfahren, vergiftet und auf andere Weise ums Leben gekommen. Ein paar von uns haben als Baby ein neues und hoffentlich gutes Zuhause gefunden.

Unser Problem ist, dass wir nicht die besten Erfahrungen mit den Zweibeinern haben, die meisten von uns sind im Freien geboren und unsere Mütter haben uns vor den Menschen gewarnt; die wenigsten haben sich von unserem Futtermann anfassen lassen, viele Nachbarn haben uns mit Händeklatschen verjagt oder Gegenstände nach uns geworfen.

Na, jedenfalls ist der Mann dann weggezogen, hat aber unsere zahmen Verwandten mitgenommen – sagte er. Er kam zwar zuerst öfter, um uns heimlich zu füttern, aber als die Nachbarn das bemerkten, wurden sämtliche Zäune mit Stacheldraht erhöht.

Wir mussten allerdings nicht verhungern – eine Frau in der Nachbarschaft hat uns alle in ihren Garten gelockt und uns dort zweimal täglich gefüttert. Nur: So ganz umsonst war das Futter nicht … Das wussten wir natürlich nicht, aber dann ist jede von uns reingeraten, manche früher, manche später: in die KATZENFALLE!

Das war entsetzlich! Eingesperrt sein, ein Mensch, der uns zu nahe kommt und uns in einen noch engeren Käfig sperrt, ins Auto packt, zur Tierärztin bringt – Gerüche, Geräusche, fremde Stimmen, andere Tiere, angefasst werden – Panik – bis der tiefe Schlaf kam!
Komisch war, dass wir nach ein paar Tagen wieder in einen Käfig kamen und nach noch so ’ner Autofahrt dann wieder im Garten dieser Frau freigelassen wurden…
Was wir daraus gelernt haben? NIE WIEDER DOSENFUTTER ANNEHMEN!

Okay, nach 2 Tagen konnte man ja nochmal gucken gehen und wenigstens schnuppern… mhm, wenn die anderen sich auch alle dahin trauen, kann’s ja nicht sooo gefährlich sein… und Mäuse sind ja auch ziemlich knapp geworden… Wenn Alfred ja sogar schon zu der Frau rennt und heftig schnurrt… Ach, was soll’s! Wir haben Hunger!

So oder ähnlich hat jeder von uns gedacht und jeder ist auch wieder zum Füttern gekommen, oft haben wir sogar nochmals versucht, das leckere Futter in der Falle zu erhaschen (Pah! Was konnte da schon passieren, was wir nicht schon kannten!), aber diese Frau wollte da nur bestimmte Katzen rein lassen und hat uns weggeschubst. Frechheit! Erst als alle 27 kastriert waren, verschwanden die Fallen.

 

EmpfangDas Leben war also gar nicht mal so übel: neue Bleibe mit Frühstück und Abendessen und für die, die es wollten (Alfred, Mimi und Smiley jedenfalls) tägliche Fellmassage. Außerdem wurden die Schnupfnasen unter uns wieder richtig fit, wir alle nahmen an Gewicht zu, das Fell wurde glänzender und dichter (lag es an der Aufbau-Spritze oder an der leckeren Hühnerbrühe?). Ein Hund, der uns hin und wieder aus dem Schlaf aufscheuchte und die Sache mit dem “Wer-mag-wohl-der-beste-Liebhaber-sein” fiel ebenfalls endlich weg – keine nächtlichen Raufereien, kein ständiges Umwerben und keine Körbe mehr… 🙂

Wenn da nur ein paar von uns besser aufgepasst hätten, als unsere Mütter uns die Sache mit der Sauberkeit erklärt haben! Denn im Garten neben unserer neuen Bleibe war der Boden so lehmig und hart, dass das Verscharren des verstoffwechselten Futters echte Krallenarbeit war – das war nicht jederkatzens Sache. So geschah denn das Unvermeidliche: Der Rasenmäher kam und hintendran der schiebende Mensch – Patsch! “Bäh!!! So geht das nicht weiter! ” – das und mehr musste sich unsere Futterfrau anhören. Und nu…???

Zwei Wochen später gab es kein Frühstück und als die Frau mit dem Abendessen kam, ging sie an uns vorbei, rief uns dauernd und ging in einen anderen Garten, zwei Grundstücke weiter. Wir sind – Alfred und die anderen Mutigen voran – hinterher gelaufen, denn schließlich hatten wir ja Kohldampf.

Auf diese Art sind wir also in unser neues Paradies gekommen: ein Grundstück, ca. 4000 m² groß, mit einem Stall und reichlich Unterschlupfmöglichkeiten. Kein Hund oder fremder Mensch kann uns hier stören, aber wir können jederzeit überall hin (auch in den Garten unserer Futterfrau, das merken die Nachbarn kaum!).

Zwar gibt es nur noch abends einmal Futter, aber davon dann reichlich. Und das mit der Fellmassage finden auch immer mehr von uns gut. Manchmal schaffen wir es sogar, dass die Futterfrau über uns stolpert 🙂

Ach ja, Namen haben wir auch – es grüßen Euch also herzlich:

Mimi  und Eule

… und von ganz oben aus dem Katzenhimmel auch noch:
Tigerlili, Gertrud, Henry, August, Grisou, Murphy, Flo, Oskar, Näschen, Smiley, Ferdinand, Lieschen, Amanda, Frida, Alfred, Georgy, Turnvater Jahn, Fridolin und Buddy

… und aus der Ungewißheit:
Olivia, Lilo, Opa, Tom Tiger und Leonard